Wenn Expats heimkehren

Du wanderst aus und beginnst ein neues Leben. Ein neues Leben in einem neuen Land, mit neuer Umgebung, einem neuen Job, neuen Freunden und neuen Abläufen.

Während du dein altes Leben nie ganz hinter dir lässt, beginnt mit Sicherheit ein ungewohnter Abschnitt für dich. Bald wird dein neues Leben zum Alltag.

Doch einige Expats entscheiden sich für eine Rückkehr in die Heimat, obwohl sie sich ein sicheres Leben im Ausland aufgebaut haben.


Warum wieder zurück?

Alle Auswanderer kennen diese Momente, in denen du deine Familie, Freunde und alte Lebensweisen stärker vermisst als an anderen Tagen.

InterNations befragte im Jahr 2017 fast 13.000 Expats aus 188 Ländern. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass der Hauptgrund für die Rückkehr von Auswanderern vor allem in familiären oder persönlichen Motiven liegt (32%).


Wo bin ich zuhause?

Egal ob du nur für ein Jahr im Ausland warst oder für länger. Fast alle Expats erleben das gleiche Gefühl bei ihrer Rückkehr nach Hause: es hat sich viel verändert. Die Dinge sind nicht mehr so, wie sie beim Weggehen waren.

Personen, Orte und die Gegebenheiten ändern sich. Alles ist im stetigen Umbruch. Menschen werden älter, neue Gebäude entstehen, alte Gebäude verschwinden.

Das ist manchmal schwer zu ertragen. Vor allem dann, wenn du dich auf die alte und gewohnte Heimat gefreut hast. In der Ferne erwartest du irgendwie, dass daheim alles einfriert und bleibt wie in deiner Erinnerung.

Viele Rückkehrer berichten von Anlaufschwierigkeiten. Vor allem, dass es eine deutliche Umstellung war, sich wieder „in das vorherige Leben einzufügen“.

Die oben erwähnte Umfrage unter Auswanderern ergab, dass 53% der heimkehrenden Expats ihr Leben im Ausland vermissen. 81% der Rückkehrer gaben an, dass sie mindestens ein Problem aufgrund ihres Umzuges in die alte Heimat hatten.

Tatsächlich hast auch du dich verändert! Du hast völlig neue Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke mitgenommen. Sie haben dich und deine Einstellungen geprägt. Ja, du bist ein anderer Mensch als der, der damals seine Heimat verlassen hat!


Es ist eine bittersüße Sache, zwei Kulturen zu kennen. Verlässt du deinen Geburtsort, ist nichts mehr so wie es war.Sarah Turnbull

Deine neue Identität

Ein interessanter Artikel der BBC von 2016 beleuchtet die Herausforderungen, die Expats durch ihre lange Abwesenheit bestehen müssen. Der Auslandsaufenthalt beeinflusst das eigene Identitätsgefühl und den vorhandenen Begriff von Heimat deutlich.

Natürlich ist es beunruhigend, wenn du heimkehrst und feststellst, dass du der oder die „Neue" geworden bist. Und das an einem Ort, der sich wie dein "Zuhause" anfühlen sollte.

Deine Mitmenschen betrachten dich anders. Vielleicht hast du dir einen Akzent oder neue Phrasen angewöhnt und erregst damit unerwünschte Aufmerksamkeit. Diese kleinen Nuancen halten davon ab, dich wieder richtig einzuleben.

Du hast dich in der Ferne weiterentwickelt. Ein paar deiner Mitmenschen können das schwer akzeptieren. Vielleicht hast du etwas von der kulturellen Identität deines Landes abgelegt und dein Umfeld fremdelt mit dir, weil du nicht mehr wie alle anderen bist.


Tipps für die Wiedereingliederung

Wenn du lange in einem anderen Land gelebt hast, kann es etwas dauern, bis du die richtige Balance zu deiner Zeit im Ausland und deinem Einstieg in die Heimat gefunden hast. Du hast das große Glück, dass du andere Kulturen und Denkweisen kennenlernen konntest. Das hat deinen Horizont erweitert. Nun liegt es an dir, deine Erfahrungen neu zusammen zu fügen und zu bewerten. Wer bist du heute?

Also, was ist der beste Weg um sich neu einzuleben?

Einige Heimkehrer empfehlen, nicht den gleichen oder einen ähnlichen Job aufzunehmen, wie vor dem Auslandsaufenthalt. Vor allem nicht im gleichen Stadtteil oder in einem Team mit denselben Leuten. Deine "weltlichen Erfahrungen" können es deinen alten Kollegen schwer machen, dich unvoreingenommen zu akzeptieren und umgekehrt.

Selbstverständlich ist es immer großartig, alte Freunde wiederzusehen! Aber denke daran, dass deine alten Freunde ihr Leben zuhause weitergelebt haben, während du im Ausland warst. Sehr wahrscheinlich habt ihr einen unterschiedlichen Fokus, andere Routinen, Alltagsprobleme und Ziele. Wenn du dies berücksichtigst, fallen dir die Treffen leichter.


Expats kehren heim

Treffe andere Auswanderer

Nach einem langen Auslandsaufenthalt ist es nicht leicht, zu Hause neue Freunde zu finden. Es mag seltsam klingen, aber eine Lösung besteht darin, sich den Expats-Gemeinschaften vor Ort anzuschließen!

Entdecke deine alte Heimat in der Gemeinschaft mit anderen Neuankömmlingen. So findest du den Weg zu deinen Wurzeln am besten zurück. Einige Heimkehrer haben festgestellt, dass die Anpassung leichter fällt, wenn man sich selbst als Neuankömmling betrachtet. Dein großer Vorteil ist, dass du die Landessprache besser als die anderen Expats sprichst.

Wie hast du im Ausland Freundschaften geschlossen? Bist du zu bestimmten Gruppentreffen gegangen? Bist du Mitglied eines Buch- oder Filmclubs geworden? Hast du Bars besucht? Besinne dich darauf, wie du dein Netzwerk in einem anderen Land aufgebaut hast.

Schließlich kannst du dich für andere Expats engagieren, eine Facebook-Gruppe gründen, Beiträge schreiben und andere Heimkehrer treffen. Die Verbindung mit anderen Gleichgesinnten ist die größte Unterstützung für dich!


Vielleicht musstest du gehen, um einen Ort wirklich zu vermissen; vielleicht musstest du reisen, um herauszufinden, wie sehr du deinen Ursprung liebst.
(“Maybe you had to leave in order to really miss a place; maybe you had to travel to figure out how beloved your starting point was.”)aus Zerbrechlich (Handle with care) von Jodi Picoult

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