Schenken macht glücklich.


Manche Menschen fühlen sich, als hätten sie einen Igel in der Tasche, wenn es darum geht, ihre Rechnungen zu bezahlen. Aber wie ist es, wenn wir Geld für andere ausgeben? In den letzten Jahren haben Studien herausgefunden, dass es viel glücklicher macht, Geld für andere auszugeben als für sich selbst. Wenn Weihnachten naht, können wir selbst die Entdeckung machen, dass es viel schöner ist, etwas zu geben, als etwas zu erhalten!


Der Gedanke zählt!

Michael Norton, Professor an der Harvard Business School, sagte in einem Vortrag, dass es nicht glücklicher macht, Geld für uns selbst auszugeben, während der Glückspegel direkt ansteigt, wenn wir es für andere tun. Zahlreiche Studien untermauern die Theorie: Geben ist schöner als Nehmen.

Zusammen mit zwei Kolleginnen von der University of British Columbia, Elizabeth Dunn und Lara Aknin, veröffentlichte Michael Norton 2008 eine Untersuchung, in der festgestellt wurde, dass Menschen, die eine kleine Summe von fünf Dollar verschenkten, sich glücklicher fühlten, als vor dem Experiment. Dabei ist nicht die Höhe der Summe entscheidend. Der Glücksfaktor entsteht allein dadurch, dass wir andere bedenken.


Warum es sich so gut anfühlt, Geld für andere auszugeben

Wir Menschen sind von Natur aus soziale Wesen. In eine Gemeinschaft eingebunden zu sein, gibt uns Sicherheit und löst wohlige Gefühle aus. Wenn wir unsere Bindung an die Familie, an Freunde und Kollegen stärken, fühlen wir uns glücklich. Man sagt, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten und in diesem Sprichwort steckt viel Wahrheit. Ob wir eine nette Kleinigkeit mitbringen, wenn wir Freunde besuchen, oder in einem Lokal eine Runde für die Arbeitskollegen ausgeben – solche Aufmerksamkeiten sind immer eine Form des sozialen Austausches. Dieser Austausch vertieft unsere Beziehungen, fördert das Vertrauen und erleichtert die Arbeit. Das wiederum hat direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden und sogar unsere Gesundheit.

Dieser Effekt ist sogar wissenschaftlich nachweisbar. Die Webseite Positive Psychology Programm berichtete darüber, dass unsere Gehirne ein eingebautes Belohnungssystem haben. Das Hormon Oxytocin wird scherzhaft auch als »Kuschelhormon« bezeichnet, denn dieses Hormon wird unter anderem ausgeschüttet, wenn Menschen Babys bekommen. Oxytocin ist ein sogenanntes Bindungshormon, es stärkt Beziehungen und löst Vertrauen aus. Kein Wunder also, dass wir uns wohlfühlen, wenn wir es ausschütten! Und genau das tun wir, wenn wir Geld ausgeben, um anderen eine Freude zu machen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.



Das schönste Weihnachtsgeschenk ist das Schenken selbst

Genießen Sie in der Vorweihnachtszeit das schöne Gefühl, Geschenke für andere zu kaufen. Gönnen Sie sich das Glück, lieben Menschen eine Freude zu machen, denn damit beschenken Sie auch sich selbst. Sogar, wenn Sie Ihre Gaben verschicken und gar nicht dabei sind, wenn der Beschenkte das Päckchen öffnet, haben Sie einen Glückseffekt. Denn es geht ja nicht nur um den Inhalt des Päckchens, sondern darum, dass Sie damit Liebe und Wertschätzung ausdrücken können und das stärkt Ihre Bindungen.

In ihrem Buch »Positivity« schlägt die Psychologieprofessorin Barbara Fredrickson ihren Lesern vor: „Wenn Du Deine Dankbarkeit in Worten und Taten ausdrückst, verstärkst du nicht nur deine eigenen positiven Gefühle, sondern auch die der anderen!“ Geben Sie also an diesem Weihnachtsfest Ihr Geld für Ihre Familie, Freunde und Kollegen aus und genießen Sie die Freude, die dadurch zu Ihnen zurückkommt – denn die ist unbezahlbar!

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